Kuriosum

Wussten Sies? Kurioses und lustiges Wissen rund um die Kulinarik. Verblüffen Sie Ihre Mitmenschen mit der abenteuerlichen Geschichte des Käserollens, dem Namen der Softeiserfinderin oder dem Grund, warum man hart gekochte Eier eben nicht abschrecken sollte. Viel Spass beim Raten.

Kulinarik

Stimmt es, dass man Erdbeeren nicht waschen soll?
Erdbeeren.

Erdbeeren.

Stimmt nicht. Wichtig ist, die Erdbeeren immer erst kurz vor dem Verzehr zu waschen und erst danach ihre Kelchblätter und Stiele zu entfernen. Nur kurz unter fliessendem Wasser abwaschen, nicht ins Wasserbad legen. Sonst saugen die Erdbeeren zu viel Wasser auf.

Stimmt es, dass Ziegen- und Schafskäse im Frühling cremiger schmecken?

Stimmt. Kleine, traditionelle Schaf- und Ziegen-Käsereien verzichten in den Wintermonaten von Januar bis März auf die Käseproduktion. Die Milch wird den Lämmern und Zicklein überlassen, die in diesen Monaten geboren werden. Am Ende der Laktationszeit, wenn die Zicklein und Lämmer schon etwas grösser sind, ist die Milch der Muttertiere am fettreichsten. Kein Wunder also, dass Käse im Frühjahr so gut schmeckt!

Stimmt es, dass in London der neuste Trend ist, Kräuter und Gemüse in verlassenen U-Bahntunnel anzubauen?

Stimmt nicht. Der neuste Trend im Bereich Urban Gardening nennt sich zwar "Growing Underground", aber angebaut werden frische Kräuter und Gemüse in ausgedienten Bunkern des Zweiten Weltkriegs. Mit einem besonders klimaneutralen Verfahren, 33 Meter unter der Erde von London.

Stimmt es, dass im Februar das Fest der Crêpes gefeiert wird?

Stimmt. Ursprünglich wurde am 2. Februar das Chandeleur, "Fest des Lichtes", gefeiert. Der Name kommt von den geweihten Kerzen, welche man an diesem Tag in Prozessionen zur Kirche trug. Die Pilger zu Rom hatten einst den Papst veranlasst, Hostien und Oblaten verteilen zu lassen, aus denen im Lauf der Zeit Galettes und dann Crêpes wurden und so wurde dieser Festtag zum Fest der Crêpes.

Stimmt es, dass weisse Pfefferkörner kleiner sind als schwarze?

Stimmt. Der weisse Pfeffer wird aus den voll ausgereiften roten Beeren gewonnen. Die reifen Früchte werden dafür in Wasser eingeweicht und von ihrer äusseren roten Schale befreit. Übrig bleibt der harte weisse Kern. Weisse Pfefferkörner sind deshalb kleiner als die fermentierten Schwarzen.

Stimmt es, dass Wasser am Meer schneller kocht als in den Bergen?

Stimmt nicht. Es verhält sich umgekehrt. Wasser kocht auf Meereshöhe bei 100° C. Der Siedepunkt nimmt pro 300 m Höhe um 1° C ab.

Stimmt es, dass das grösste Glace der Welt 10 m hoch war?
Eis-Cornet.

Eis-Cornet.

Stimmt nicht. Im englischen Berkshire präsentierte 2012 Heston Blumenthal, Chef des Drei-Sterne-Restaurants "Fat Duck", ein gigantisches Eis-Cornet von vier Metern Höhe aus einer Tonne Vanille-Glace. 

Stimmt es, dass Rhabarber dank Kerzenlicht seinen intensiv roten Stängel erhält?
Rhabarber.

Rhabarber.

Stimmt. Einen intensiv roten Stängel erhält der Rhabarber nur, weil er in mit Kerzenlicht beleuchteten Gewächshäusern angebaut wird. Unter freiem Himmel wird der Stiel nicht so dunkelrot und der Rhabarber schmeckt weniger süss.

Stimmt es, dass Zahnseide in keiner Profi-Küche fehlen darf?

Stimmt. Profi-Köche schwören darauf. Mit Zahnseide lassen sich Biskuits für Torten, weiche Käsesorten, Teige und Quarkkuchen viel einfacher schneiden.

Stimmt es, dass Spaghetti nicht verkleben, wenn man Öl ins Kochwasser gibt?

Stimmt nicht. Öl löst sich nicht auf und bleibt an der Oberfläche. Somit nützt es nichts, Öl ins Wasser zu geben. Die ausreichende Menge Wasser verhindert, dass Spaghetti verkleben und nach dem Abschütten etwas Öl unter die Pasta mischen.

Stimmt es, dass man Pilzgerichte nicht aufwärmen darf?

Stimmt nicht. Obwohl Pilze zu den leicht verderblichen Lebensmitteln gehören. In Zeiten ohne Kühlschrank wurde gesagt, dass Pilze nicht aufgewärmt werden dürfen. Frisch gekochte Pilze bleiben maximal zwei Tage im Kühlschrank frisch und dürfen aufgewärmt werden.

Stimmt es, dass sich der 1.-August-Weggen ausser in seiner Form in nichts von einem üblichen Weggli unterscheidet?

Stimmt nicht. Das Rezept des offiziellen 1.-August-Weggen unterscheidet sich vor allem in seinem reinen und hohen Butteranteil. Der Schweizerische Bäcker- und Konditorenmeisterverband schreibt vor: "Weil der 1.-August-Weggen gesamtschweizerisch als reines Buttergebäck propagiert wird, darf für dessen Herstellung kein anderes Fett als reine Butter verwendet werden."

Stimmt es, dass der Saanensenf das Schweizer Pendant zur englischen Cumberlandsauce ist?

Stimmt. Beide Saucen bestehen aus Früchten, Senfpulver und Rotwein. Wobei der Saanensenf mit Kirschen und die Cumberlandsauce mit Johannisbeeren hergestellt wird. Auch werden beide zu Schinken, Wild oder Pastete gereicht. Ob manch ein Liebhaber in England die Cumberlandsauce auch auf Toast geniesst, entzieht sich unserer Kenntnis. Es soll aber Schweizer Saanensenf-Freunde geben, die schwören auf die Kombination mit frischem Zopf. Selbstgemacht schmeckts am besten.

Stimmt es, dass man wie die Comicfigur Popeye vom hohen Eisengehalt im Spinat stahlharte Muskeln bekommt?

Stimmt nicht. Es ist nicht der Eisengehalt im Spinat, weshalb die Muskeln wie beim Comic-Seebären spriessen. Der ist nämlich gar nicht so hoch, wie einst geglaubt wurde. Der Schweizer Forscher Gustav von Bunge hatte den Eisengehalt von 100 Gramm Spinat mit 35 Milligramm bestimmt. Allerdings hatte er Spinatpulver untersucht, das zehnmal so viel Eisen enthält wie frische Blätter. So war der Irrtum geboren, der den "Spinatmatrosen" hervorbrachte. Heute weiss man, dass ein muskelaufbauendes Pflanzenhormon im Spinat die Muckis wachsen lässt. Allerdings: Damit das Grün stark macht, muss man sich mehr als ein Kilogramm zuführen. Und zwar täglich. Kein Witz.

Stimmt es, dass Erdnussbutter erfunden wurde, um Menschen ohne Zähne etwas Nahrhaftes geben zu können.

Stimmt. Erdnussbutter besteht aus Erdnüssen, Salz und Zucker und ist sehr nahrhaft. 100 g Erdnussbutter hat etwa 597 kcal und ist reich an den Vitaminen E und H. Die Erfindung der Erdnussbutter wird John Harvey Kellogg, der auch die Cornflakes erfand, zugeschrieben. Er soll nach einem nahrhaften Lebensmittel für Patienten ohne Zähne gesucht haben und meldete sein "Erdnussmehl" 1895 zum Patent an.

Stimmt es, dass die Holzrinde um den Vacherin Mont d’Or der Transporthilfe und Dekoration dient?

Stimmt nicht. Der Spanreifen um den Käse sieht zwar hübsch aus, hat aber nichts mit dem Transport zu tun. Die Käser verwenden für diese Reifen immer Fichtenrinde. Sie hat eine antibakterielle Wirkung und gibt dem Käse sein einzigartiges Aroma.

Stimmt es, dass es keinen Unterschied zwischen Auflauf und Gratin gibt?

Stimmt nicht. Die goldbraune Kruste macht den Unterschied. Ein Auflauf hat keine, ein Gratin hingegen schon. Im Gegensatz zum Auflauf bleibt der Gratin meist nur kurze Zeit und fast immer bei grosser Hitze im Ofen. Die leckeren Sattmacher aus dem Ofen werden vor allem in Ländern, in denen Eier, Milch und Käse zum Küchenalltag gehören, aufgetischt. Ausser in Asien. Die Erklärung dazu ist einfach: In Asien wird traditionell nicht mit dem Backofen gekocht.

Stimmt es, dass die Bezeichnung "Wähe" eigentlich „gelungenes Gebäck“ heisst?

Stimmt nicht. Die Gebäckbezeichnung "Wähe" wanderte gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus dem südelsässischen Sprachgebrauch in die Gegend von Basel. Von dort breitete sie sich über die Schweiz aus. Dementsprechend wird in einem alten Schweizer Wörterbuch „Wähe“ als ein "missratenes Gebäck" beschrieben. Das kann nur jemand behaupten, der noch nie eine Wähe gegessen hat.

Stimmt es, dass die Aprikose ihren Ursprung in der Schweiz hat und vom Wallis aus in die Welt exportiert wurde?

Stimmt nicht. Ursprünglich stammt die Aprikose aus Armenien. In der Schweiz wurde das erste Aprikosenbäumchen im Jahre 1838 vom Walliser Bauern Gabriel Luizet auf einem kleinen Stück Land angepflanzt. Es gedieh dank dem milden Klima prächtig. Der Bauer gab der süssen Frucht ihren Namen. Heute zählt die Luizet-Aprikose zu den beliebtesten der Schweiz.

Stimmt es, dass Erdbeeren vor allem bei Frauen eine erotisierende Wirkung haben?

Stimmt. Es liegt aber nicht am prallen Rot der Früchte, wie die berühmten Filmszenen aus 9 1/2 Weeks oder Pretty Woman vermuten lassen. Erdbeeren enthalten besonders viel Zink, das für die Bildung des Hormons Testosteron zuständig ist, welches den Frauen Lust auf ein Schäferstündchen mit dem Liebsten macht.

Stimmt es, dass das Brot für Arme Leute vor allem aus Kalk bestand?

Stimmt nicht. Kalk wurde nur von betrügerischen Bäckern im Mittelalter unter das Weissmehl gemischt, um es zu strecken. Aber das Brot der armen Leute war immer dunkel und bestand aus Roggenmehl. In einem Manuskript der Stiftsbibliothek St. Gallen wird Roggenbrot – Panis Secalicius – erstmals erwähnt. Dieses Manuskript wurde vor 1000 Jahren verfasst, somit kann man davon ausgehen, dass Roggenbrot in der Schweiz mindestens seit 1000 Jahren bekannt ist. Das älteste und bekannteste Arme-Leute-Brot ist das Walliser Roggenbrot, welches übrigens als einziges Brot der Schweiz die Ursprungsbezeichung AOC  (Appellation d’Origine Contrôlée) tragen darf.

Stimmt es, dass Mozzarella der meistgegessene Käse der Schweiz ist?

Stimmt. Jährlich lassen sich Herr und Frau Schweizer 2,35 Kilo Mozzarella schmecken. Das sind gesamthaft 8,0 Mio. Kilo aus einheimischer Produktion! Schweizer Mozzarella ist deshalb so beliebt, weil er dank kurzer Transportwege besonders frisch ist. Und dann bekanntlich am besten schmeckt. Das gilt natürlich auch für die anderen 87,2 Mio. Kilo Schweizer Käse, die wir in einem Jahr verputzen. Wobei in der deutschen Schweiz vor allem Hart- und Halbhart- und in der Westschweiz Weichkäse gegessen wird.

Stimmt es, dass die grösste Beere der Welt mehr wiegt als eine Kuh?

Stimmt. Die grösste Beere der Welt ist ein Riesenkürbis aus dem Jahr 2007 und wiegt 773,30 kg, wobei eine Kuh in etwa 700 kg auf die Waage bringt.

Stimmt es, dass die Samen des Spargels früher als Kaffee-Ersatz verwendet wurden?

Stimmt. Geröstete und gepulverte Spargelsamen wurden im Ersten Weltkrieg nebst Zichorien, Gerste und Malz als Kaffee-Ersatz verwendet.

Stimmt es, dass Paniermehl erfunden wurde, um echtes Blattgold, welches früher um das Fleisch gewickelt wurde, zu ersetzen?

Stimmt. Im 16. Jahrhundert liess der Adel aus der Lombardei seine Speisen mit Blattgold ummanteln. Weil der Luxus gesundheitsschädigende Ausmasse annahm, musste der Rat von Venedig das "Vergolden" verbieten. Man suchte optischen Ersatz und kam auf das Panieren – das "Vergolden" durch Backen.

Ist es wahr, dass Überläufer gerne in die Pfanne gehauen werden?

Stimmt. Wenn es sich beim Überläufer um ein 1-jähriges Wildschwein handelt. Sein Fleisch gilt als besonders zart

Erfindungen

Stimmt es, dass die Béchamelsauce vom Bankier Louis de Béchamel erfunden wurde?

Stimmt nicht. Es gibt diverse Theorien, wer die beliebte Mehl-Milch-Butter-Schwitze erfand. Eine davon besagt, dass die Sauce vom Küchenchef am Hof Ludwigs XIV, François-Pierre de la Varenne, entwickelt wurde und der Bankier und Hofmeister Ludwigs, Louis de Béchamel, nur der Namensgeber war.

Stimmt es, dass der Adventskranz ein heidnischer Brauch war?

Stimmt nicht. Der deutsche Theologe Johann Hinrich Wichern hat ihn erschaffen. Er wurde während der Adventszeit immer wieder von Kindern gefragt, wie lange es denn noch bis Weihnachten sei. So baute er 1839 einen Holzkranz mit 19 kleinen roten und 4 grossen weissen Kerzen. Täglich wurde eine der kleinen, sonntags eine der grossen Kerzen entzündet. Der Adventskranz war geboren.

Stimmt es, dass der erste Fernsehkoch ein Schweizer war?

Stimmt nicht. Clemens Wilmenrod war Deutscher (eigentlich Carl Clemens Hahn) und ab 1953 mit seiner Kochsendung "Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch" der erste deutsche Fernsehkoch. Die fünfzehnminütige Sendung wurde ab dem 20. Februar 1953 am Freitagabend um 21:30 Uhr, also zur besten Sendezeit, ausgestrahlt. Es gab einen Fruchtsaft im Glas, ein italienisches Omelette, Kalbsniere gebraten mit Konserven-Mischgemüse, danach einen türkischen Mokka. Alle Gerichte wurden live während der kurzen Sendezeit zubereitet und nach der Sendung von den Mitwirkenden verzehrt. Wilmenrod war eigentlich Schauspieler und hatte keinerlei Ausbildung, geschweige denn Talent zum Kochen. Dennoch waren seine Sendungen jedes Mal Strassenfeger. Wenn Wilmenrod ein Kabeljaurezept vorstellte, war Kabeljau für die nächsten Tage in sämtlichen Fischgeschäften ausverkauft. Clemens Wilmenrod gilt als der Erfinder des Toast Hawaii.

Ist es wahr, dass die "Eiserne Lady" Margaret Thatcher das Softeis erfunden hat?

Stimmt. Die ehemalige Premierministerin Englands arbeitete Anfangs der 50er-Jahre noch als Chemikerin im Entwicklungsteam, welches damals das Softeis erfand.

Stimmt es, dass Pommes frites in Belgien erfunden wurden?

Stimmt. Es waren nicht die Franzosen, nicht die Amerikaner, aber auch nicht die Schweizer. Es waren die Belgier. Weil sie im Winter nur selten aufs Meer fahren konnten, aber nicht auf den beliebten frittierten Fisch verzichten wollten, schnitzten sie aus Kartoffeln kleine Fischchen und frittierten sie in heissem Fett. Das war um 1830.

Stimmt es, dass die Inuit aus Alaska das Tiefkühlen erfunden haben?

Stimmt nicht. Es war der amerikanische Biologe Clarence Birdseye, der 1923 für 7 Dollar die erste Anlage zum Schockgefrieren baute und sie sechs Jahre später für 22 Mio Dollar verkaufte. Inspiriert wurde er allerdings durch die Methode der Inuit, Fisch in der eiskalten Luft zu konservieren. In der Schweiz waren die ersten Tiefkühlprodukte 1942 unter der Marke Frisco zu haben.

Stimmt es, dass Maggikraut nach dem Erfinder der Maggiwürze benannt ist?

Stimmt. Die Gewürzpflanze Liebstöckel wird im Volksmund oft als Maggikraut bezeichnet, weil Liebstöckel ganz ähnlich wie das weltberühmte Maggi schmeckt. Und dieses wiederum wurde nach seinem Schweizer Erfinder Michael Johannes Julius Maggi benannt. Allerdings soll hier noch erwähnt werden, dass Maggi zwar nach Liebstöckel schmeckt, aber nicht ein einziges Blättchen Liebstöckel darin enthalten ist, sondern Wasser, Salz, Glutamat, Aroma, Hefeextrakt und pflanzliches Eiweiss aus Weizen und Sojabohnen.

Brauchtum

Stimmt es, dass Quitten als betörend galten?

Stimmt. Bei den alten Römern lagen Quitten oft im Herrenzimmer. Ihr Duft sollte die Angebetete betören. Obs geholfen hat – nun, das wissen nur die alten Römer.

Stimmt es, dass in England die Ostereier die Strasse runtergerollt werden?

Stimmt. In England ist es Brauch am Ostersonntag, die bunt bemalten Ostereier so lange eine abschüssige Strasse runterrollen zu lassen, bis die Schale geknackt ist. Wessen Ei am längsten durchhält, hat gewonnen. Ein englisches Eiertütschen sozusagen.

Stimmt es, dass in Amerika mit der "Guetzli-Regel" der US-Präsident bestimmt wird?

Stimmt. Die "Guetzli-Regel" ist ein althergebrachtes Orakel im amerikanischen Wahlkampf. Vor jeder Wahl fordert das Magazin "Family Circle" die Gattinnen der Kandidaten zu einem Guetzli-Wettbewerb heraus. Beide sollen ein Rezept einreichen und die Leserinnen und Leser des Magazins wählen ihr Lieblingsrezept "blind". Der beliebtere Keks kommt seit 16 Jahren immer von der künftigen First Lady. Übrigens, Michelle Obama entschied sich für ein Familienrezept mit Zitrone.

Stimmt es, dass im Luxushotel "Savoy" am Tisch einer 13er-Gesellschaft der 14. Platz für eine Katze eingedeckt wird?

Stimmt. In vielen Kulturen gilt die Anwesenheit von 13 Personen an einem Tisch als unheilvoll. Um solch ein Schicksal abzuwenden, nimmt im Luxushotel "Savoy" in London ein Kater namens Kaspar seinen Platz ein, sobald sich eine Gesellschaft von 13 Gästen zum Essen einfindet. Kaspar wurde übrigens 1926 von Basil Ionides geschnitzt. Das nennt man einen steifen Tischnachbarn.

Stimmt es, dass sich Kinder seit Jahrhunderten auf die versteckten Ostereier des Osterhasen freuen?

Stimmt nicht. Das Motiv des Osterhasen, der die Eier bemalt und sie im Garten versteckt, wurde erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts populär. Davor übernahmen in einigen Gebieten der Schweiz der Kuckuck und in Deutschland der Fuchs, Storch oder Hahn diese Aufgabe.

Natur

Stimmt es, dass in der Nordsee Hasen tatsächlich Eier legen?

Stimmt. Der einzige Hase, der zu Ostern tatsächlich Eier legt, lebt im Wattenmeer. Tausende Fische mit dem Namen "Seehase" (Cyclopterus lumpus) laichen während der Osterzeit in den flachen Gewässern vor der deutschen Nordseeküste. Ob die Eier aber tatsächlich bunt sind, ist hingegen nicht bekannt.

Stimmt es, dass die ersten blühende Blumen im Jahr Milchblumen genannt werden?

Stimmt. Die Milchblume ist eine andere Bezeichnung für Schneeglöckchen. Ihr Name wurde abgeleitet vom botanischen Namen Galanthus, aus den griechischen Wörtern gála für Milch und ánthos für Blüte.

Stimmt es, dass Schweizer Bauern ihren Kühen eine Rindvieh-Wellness-Behandlung schenken?

Stimmt. Im Simmental reisen zwischen Oktober und Dezember die Kuhcoiffeure zu den Bauern und frisieren rund 4000 Milchkühe. Dieses einmalige Projekt nennt sich Rindvieh-Wellness. Denn das Scheren der im Sommer länger gewachsenen Haare tut den Viechern wohl und tötet auch gleich noch lästige Parasiten.

Irrtümer

Stimmt es, dass aus Hagebutten Juckpulver hergestellt wird?

Stimmt nicht. Jedenfalls nicht industriell hergestelltes Juckpulver. Für den "Hausgebrauch" allerdings eignet sich die Hagebutte sehr gut als Juckpulver. Ihr Kern setzt sich aus vielen mit Widerhaken bestückten und von feinen Härchen bedeckten Nüsschen zusammen. Sie lösen auf der Haut einen ekelhaften Juckreiz aus.

Stimmt es, dass Cupcakes so bezeichnet werden, weil man sie ursprünglich in einer Tasse servierte?

Stimmt nicht. Erstmals belegt wurde der Name durch die amerikanische Kochbuch-Autorin Eliza Leslie. In ihrem 1828 erschienenen Werk "Seventy-five Receipts for Pastery, Cakes and Sweetmeats" (Fünfundsiebzig Rezepte für Gebäck, Kuchen und Leckereien) ist auch ein Rezept mit dem Titel "Cupcakes" zu finden. Die Beschreibung macht deutlich, dass es sich um eine Art Muffin handelt und die Tasse das Mass für die Zutaten ist.

Stimmt es, dass nur Hühner mit weissen Ohrlappen weisse Eier legen?

Stimmt. Die Farbe des Hühnereis hängt von der Hühnerrasse ab. Reinrassige Hühner mit weissen Ohrläppchen (auch Ohrscheiben genannt) legen weisse Eier. Hühner mit roten Ohrlappen sind für die braunen Eier zuständig.

Stimmt es, dass Wasser trinken und Kirschen essen Bauchweh verursacht?

Stimmt nicht. Früher hiess es auf Steinobst, wie Kirschen, Pflaumen oder Aprikosen soll man kein Wasser trinken. Weil das Wasser die Magensäure verdünne und diese so nicht mehr in der Lage sei Hefepilze abzutöten, die zu Bauchgrimmen führen könnten. Eine gesunde Verdauung kommt selbst mit verdünnter Magensäure sehr gut mit Hefepilzen zurecht.

Stimmt es, dass in Basel Kaffee verboten war?

Stimmt nicht. Im 17. Jahrhundert versuchte die Basler Regierung, den Kaffeehausbesitzern zu verbieten, den "Unterthanen" Kaffee auszuschenken. Doch das Gesetz wurde von allen missachtet und konnte sich schliesslich nicht durchsetzen.

Stimmt es, dass man im Schlaf abnimmt?

Stimmt nicht. Ausreichend Schlaf ist sicher gut, da es hilft, das Verdauungssystem zu entlasten, und man sich nach genügend Schlaf auch besser fühlt. Man ist so motivierter, seine Vorsätze einzuhalten, und die alte Weisheit "Wer schläft, der sündigt nicht" wirkt sicher auch unterstützend.

Stimmt es, dass man in der Silvesternacht Wäsche aufhängen sollte?

Stimmt nicht. Beziehungsweise, es kommt darauf an, wie abergläubisch man ist. Denn Silvester gehört zu den berüchtigten Raunächten, an welchen der Teufel mit seinen Schergen um die Hausecken ziehen. Über Wäscheleinen könnte der Meister des Bösen stolpern und so manch Unglück im neuen Jahr verbreiten. Gehen wir auf Nummer sicher und waschen die Wäsche vorher. Dann wirds eine saubere Sache.

Stimmt es, dass Italiener besonders glückliche Menschen sind?

Könnte stimmen, denn das Nationalgericht Italiens, Pasta, ist stark kohlehydrathaltig, was die die Stimmung hebt. Beim Pastaverzehr gelangt der Eiweissbaustein Tryptophan ins Gehirn, der dazu führt, dass das Glückshormon Serotonin freigesetzt wird.

Stimmt es, dass der Silvestergruss "Guten Rutsch" früher kein Glückwunsch, sondern der Name für ein Streusalz war?

Stimmt nicht. Natürlich wäre Streusalz ein symbolträchtiges Silvestergeschenk, aber es hat nichts mit dem Ausdruck "Guten Rutsch" zu tun. Dieser stammt möglicherweise aus der Bibel und leitet sich vom hebräischen "Rosch-ha-Schana" ab, was so viel wie "ein guter Anfang" heisst.

Weihnachten

Stimmt es, dass der Weihnachtsmann durch das Cheminée kommt, weil die Häuser in Lappland keine Türen hatten?

Stimmt. So wird es zumindest erzählt. Die Geschichte hält sich hartnäckig, da früher in der Heimat vom Weihnachtsmann, in Lappland, die Iglus nur eine einzige Öffnung hatten. Diese war gleichzeitig Schornstein und Eingangstür. Da hat ja unser Samichlaus richtig Glück gehabt.

Stimmt es, dass im Aargau der Chlaustag immer am ersten Donnerstag im Dezember stattfindet?

Stimmt nicht. Tatsächlich wird der Chlaustag im Aargauer Seetal nicht am 6. Dezember, sondern immer am zweiten Donnerstag im Dezember gefeiert. Der Sage nach spielten vor Zeiten böse Buben dem Chlaus einen üblen Streich, worauf er sich im Goffersberg verkroch und schwor, nie mehr das Seetal zu besuchen. Jedes Jahr wird er nun mit Geislechlöpfe geweckt, damit er eben am zweiten Donnerstag im Dezember die Kinder besucht.

Stimmt es, dass in Italien eine Hexe die Weihnachtsgeschenke bringt?

Stimmt. Zumindest glauben das viele Kinder in Italien. Die Dreikönigshexe Befana hat sich zu spät auf den Weg gemacht und den Stern verpasst, der sie zur Krippe des Jesuskindes hätte führen sollen. Deshalb ist sie auch am 6. Januar, wenn die Kinder in Italien ihre Weihnachtsgeschenke bekommen, immer noch auf der Suche nach dem Jesuskind. Um sicherzugehen, es nicht zu verpassen, erhält einfach jedes Kind ein Geschenk. Befana besucht die Kinder übrigens auch via Cheminée.

Stimmt es, dass Weihnachtsguetzli nicht für Weihnachten gebacken wurden?

Stimmt. In langen Nächten zur Mittwinterzeit fürchteten sich die Menschen vor bösen Geistern. Um sich vor ihnen zu schützen, wurden Opfer in Form von Früchten oder Tieren erbracht. Damit sie ihre wertvollen Tiere vor dem Tod bewahren konnten, wurden Backwaren in Form von Tierbildern hergestellt und an Bäume gehängt. Tierbilder haben sich in der Bäckerei über Jahrhunderte erhalten. Und auch bei den Weihnachtsguetzli finden wir neben Sternen, Herzen und Engeln immer wieder Tierformen, die wahrscheinlich eine Erinnerung an die alten Opfertiere sind.

Stimmt es, dass es in China nebst dem roten Parteibüchlein auch ein Handbuch für Weihnachten gibt?

Stimmt. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung wurde es vor allem in den Städten wie Hongkong oder Peking immer populärer, Weihnachten zu feiern. Der Rest des Landes konnte, dank Unkenntnis, frei vom "Päcklistress" weiterarbeiten. In China gilt jedoch "gleiches Recht für alle". Deshalb liegt nun ein erstes Handbuch für Weihnachten in hoher Auflage in den staatlichen Xinhua-Buchläden. Es erklärt die Christkindsymbolik, die "schönsten Weihnachtsbräuche" aus aller Welt und wie ein Baum zu schmücken ist. Ausserdem enthält es Backrezepte für Schokokringel, Geschenktipps sowie Liedertexte. Den chinesischen Liedertext für „O Tannenbaum“ konnten wir bis Redaktionsschluss leider nicht auftreiben.

Stimmt es, dass man früher beim Teigkneten für Weihnachtsguetzli immer beten musste?

Stimmt. Denn die Zeit fürs Rühren oder Kneten des Teigs wurde in "Vater unser" gemessen. Musste ein Teig sehr gut und lange gerührt werden, brauchte es z. B. 5 Gebete, also die Zeit, die es dauerte, um das "Vater unser" 5 mal zu sprechen. Kam eine neue Zutat hinein, mussten erneut 1 oder 2 Gebete gesprochen werden. Ausserdem brachte das Beten der Küchenhilfen natürlich auch den Vorteil, dass niemand unbemerkt naschen konnte.

Stimmt es, dass Kinder seit genau 300 Jahren am Adventskalender Fensterchen öffnen können?

Stimmt nicht. Der erste Adventskalender wurde vor 150 Jahren von Mutter Lang erfunden, um der ständigen Frage ihres kleinen Gerhard, wann denn Weihnachten sei, zu entgegnen. Sie verzierte kleine Schachteln, malte Zahlen darauf und füllte sie mit einem Guetzli. So konnte ihr Sohn jeden Tag eine Schachtel öffnen und wusste, wie viele Tage es bis Weihnachten noch dauerte. Es war dieser Gerhard Lang, der 1904 den ersten gedruckten und 1920 den Adventskalender mit Fenstern zum Öffnen auf den Markt brachte.

Wortspiel

Stimmt es, dass mit einem Pfeffersack ein Gewürzhändler gemeint ist?
Pfeffersack?

Pfeffersack?

Stimmt. Alle exotischen Gewürze wurden im Mittelalter als Pfeffer bezeichnet, egal, um was für ein Gewürz es sich handelte. Kaufleute, die mit Gewürzen handelten, wurden im Volksmund Pfeffersäcke genannt.

Stimmt es, dass die Redensart "einen Toast aussprechen" tatsächlich etwas mit Toastbrot zu tun hat?

Stimmt. Wenn jemand einen Toast ausspricht, also zum Anstossen auffordert, dann hatte das früher tatsächlich mit einem Stück geröstetem Brot zu tun. Denn englische Lords legten ein Stück in ihren Wein, damit dieser besser schmeckte. Wie dieser Wein geschmeckt haben muss, das wollen wir vermutlich alle nicht wissen.

Stimmt es, dass das Wort Marinade eigentlich Meer bedeutet?

Stimmt. Marinade hat lateinischen Ursprung, was dort im allerweitesten Sinn "Meer" bedeutet. Wie Meerwasser waren Marinaden Gewürzlösungen, welche die Speisen konservierten, zart machten und würzten.

Stimmt es, dass Krautstiel so heisst, weil man ihn mit dem Blatt und dem Stiel ist?

Stimmt. Krautstiel ist ein typisches Schweizer Gemüse und man kann sowohl das Kraut wie auch den Stiel geniessen. Auch in Italien wird es noch angebaut. In Deutschland, Stielmangold genannt, ist Krautstiel weniger bekannt. Krautstiel ist ein enger Verwandter des Mangolds.

Stimmt es, dass Eisbergsalat so genannt wird, weil er nur unter eisigen Bedingungen wachsen kann?

Stimmt nicht. Der ursprünglich aus den USA stammende Salat wurde früher unter einem Berg von Eis in Güterwaggons von Kalifornien zur Ostküste transportiert. Die Bevölkerung begrüsste diese Züge freudig mit: "Die Eisberge kommen" – daher der Name.

Stimmt es, dass die Engländer Pudding so sehr lieben, dass sie eine Strasse nach ihm benannten?

Stimmt nicht. In London gibt es zwar die Pudding Lane, doch sie erhielt ihren Namen nicht aus Bewunderung für die göttliche Speise, wie wir sie heute kennen. Pudding war im alten Englisch eine Bezeichnung für die Innereien eines Tieres, auch die nicht verwertbaren. Diese "puddings" wurden vom Fleischmarkt durch eine schmale Gasse zur Themse gekarrt und dort entsorgt. Dabei fiel häufiger was vom Karren. Diese "puddings" gaben der Pudding Lane ihren Namen.

Rekorde

Stimmt es, dass die Schweiz den Käse-Rollen-Wettbewerb in England gewann?

Stimmt nicht. Es ist nicht einmal überliefert, ob Schweizer bei diesem bizarren Wettkampf je teilgenommen haben. Vier Tage lang trifft man sich zum "Cheese Rolling" am Cooper’s Hill, einem steilen Hang von Gloucestershire im Südwesten Englands. Der Zeremonienmeister schleudert einen Laib Käse den Hang hinab. Der erreicht Spitzengeschwindigkeiten von fast 100 Stundenkilometern. Die Teilnehmer stürzen sich dem Käse todesmutig hinterher und versuchen, ihn vor der weissen Linie im Tal einzuholen. Der Hang ist so steil und uneben, dass man unweigerlich stürzt, sich überschlägt, rollt, rutscht und über Stock und Stein geschleudert wird. Nur selten schafft es überhaupt jemand, den Laib Käse aufzufangen – und dennoch lieben alle den Spass, und das seit der Römerzeit.


Und so sieht das aus:

Stimmt es, dass die Finnen die grössten Glace-Esser Europas sind?

Stimmt. In Finnland werden 14,1 Liter Glace pro Kopf verschleckt. In der Schweiz verputzen wir pro Kopf 6,6 Liter Glace. Die Italiener übrigens verspeisen nur gerade mal 5,7 Liter Gelati. Ganz generell wird im Norden Europas weit mehr vom kühlen Schmelz genossen als im Süden.

Stimmt es, dass die Schweiz seit 2002 den Weltrekord im Kirschsteinspucken hält?

Stimmt. Die Schweizer gehören nebst den Amerikanern, Südafrikanern und Deutschen zu den besten Kirschsteinspuckern der Welt. Armin Fuchs aus Meinisberg, Kanton Bern, ist Mitglied der Eidgenössischen Vereinigung der Chriesisteispucker und hält mit 29.17 Metern den Weltrekord auf der Bahn.

Knigge

Darf man im Restaurant Poulet mit den Fingern essen?

Nein. Das gesunde Volksempfinden neigt allerdings zur Annahme, es sei o.k., Poulet in die Hand zu nehmen. Aber nur, wenn eine mit Zitronenwasser gefüllte Fingerschale bereitsteht oder die knusprigen Beinchen Papiermanschetten tragen. Übrigens, auch die deutsche Bundeskanzlerin Angelika Merkel wusste dies nicht. Sie wurde am Bundespresseball von einem Journalisten dabei ertappt, wie sie das Hähnchenbein genussvoll abnagte.

Land – Stadt

Stimmt es, dass es nebst dem Röstigraben auch den Polentagraben und den Weisswurstäquator gibt?

Stimmt. Das Tessin zieht seine kulinarische Trennlinie mit der Polenta, und die Bayern stellen sich mit ihrem Weisswurstäquator gegen den Rest Deutschlands.

Jeden Monat tolle Preise zu gewinnen!

Jeden Monat verlosen wir praktische Küchenhilfen oder wunderbare Haushaltsartikel von bekannten Qualitätsmarken. Machen Sie mit und mit etwas Glück steht Ihr Wunsch schon bald in Ihrer Küche.

Ernährungs-Tipps für Kids

Gute Tipps, wie Sie Ihre Naschkatzen oder Gemüsemuffel dafür gewinnen, ausgewogen und gesund zu essen.