In der Schweiz gehört Butter zu den Grundnahrungsmitteln. Sie ist für eine natürliche und moderne Küche unverzichtbar und ein hervorragender Geschmacksträger. Ob als Brotaufstrich, zum Braten oder für in den Kuchen. Es gibt unterschiedliche Buttersorten, die sich für das Eine oder Andere besser eignen.

Vorzugsbutter: Die Edle

Sie wird ausschliesslich aus Schweizer Milchrahm hergestellt, nie tiefgefroren und ist stets von gleich bleibend hoher Qualität.

Verwendung: Vorzugsbutter ist hauptsächlich für die kalte Küche bestimmt, als Brotaufstrich und zum Abschmecken.

Kalorienverminderte Butter: Leichter Genuss

Sie ist eine fettreduzierte Vorzugsbutter und ist der ideale Brotaufstrich für besonders Linienbewusste. Auch zum Abschmecken eignen sie sich, aber nicht zum Kochen und Backen.

Käsereibutter: Wie beim Grosi

Sie wird aus einer Mischung von Milchrahm und Sirtenrahm hergestellt. Sirtenrahm, der beim Käsen anfällt, gibt dieser Mischung den kräftigen, würzigen Geschmack.

Verwendung: Käsereibutter wird vorwiegend für die kalte Küche und zum Abschmecken verwendet.

Die grosse Butter

Auch als Kochbutter bekannt, besteht sie aus Vorzugsbutter und aus Sirtenrahmbutter. Sie wird aus Frischrahm oder «Lagerbutter» hergestellt und kann auch, je nach Inlandproduktion, Importbutter enthalten. Die Anteile an Frischbutter, Lagerbutter und Importbutter variieren im Laufe des Jahres.

Verwendung: DIE BUTTER ist geeignet für alle Anwendungen in der kalten und warmen Küche, speziell zum Dünsten, Dämpfen, Abschmecken und Backen, jedoch nicht zum Braten.

Bratbutter: Für die Pfanne

Die Bratbutter ist reines Milchfett, der Wasseranteil beträgt gerade noch 0,2%. Durch das Einsieden werden der Butter Wasser und Eiweiss entzogen und das hat grosse Vorteile: Sie ist hoch erhitzbar und kann ungekühlt gelagert werden und enthält – wie jede andere Butter – keine Zusatzstoffe.

Verwendung: Alles was Sie anbraten wollen, vom Rindsfilet bis zum Braten.

Bratbuttercrème: Vielseitig

Ein Butterprodukt der neuen Generation. Sie hat eine speziell weiche und cremige Konsistenz und lässt sich dadurch sehr gut dosieren. Bratbuttercrème wird aus Milchfettfraktionen und eingesottener Butter (Bratbutter) hergestellt. Auch dieses Butterprodukt kommt ohne Zusatzstoffe aus.

Verwendung: Sie eignet sich zum Braten, Dünsten und Marinieren.

Muss ich wegen des Cholesteringehalts auf Butter verzichten?

Nein. Zwar enthält Butter wie jedes andere tierische Produkt Cholesterin. Cholesterin ist jedoch kein Gift, sondern eine lebenswichtige Substanz, ein Baustein unserer Körperzellen. Egal, ob Herz, Hirn oder Nerven, ohne Cholesterin läuft nichts. Zudem steht fest, dass das Cholesterin unserer Nahrung kaum einen Einfluss auf den Cholesteringehalt im Blut hat. 10 g Butter enthalten nur gerade 24 Milligramm Cholesterin. Davon wird vom Körper eines gesunden Menschen nur die Hälfte aufgenommen, was bei einer empfohlenen Zufuhr von ungefähr 300 Milligramm Cholesterin pro Tag nicht ins Gewicht fällt. Zudem haben die kurz- und mittelkettigen Fettsäuren, die in der Butter vorkommen, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen keinen Einfluss auf den Cholesterinstoffwechsel. Bleiben Sie daher dem altbewährten Butterbrot treu und lassen Sie sich durch die vielen Diskussionen den Appetit nicht verderben.

Enthält Margarine weniger Kalorien als Butter?

Nein, das ist ein Vorurteil. Butter und Margarine enthalten praktisch gleich viele Kalorien. Beide Produkte bestehen hauptsächlich aus Fett und 1 Gramm Fett liefert 9,3 kcal, egal ob es sich um ein pflanzliches oder ein tierisches Fett handelt. Hier die genauen Zahlen: 10 g Margarine enthalten 72,3 kcal und dieselbe Menge Butter enthält 72,9 kcal. Bei diesem kleinen, praktisch vernachlässigbaren Unterschied können also bei der Verwendung von Margarine keine Kalorien eingespart werden. Innerhalb einer gesunden, fettbewussten und ausgewogenen Ernährung hat Butter durchaus ihren Platz.

Kann man Butter auch fürs Braten verwenden?

Butter ist ein wasserhaltiges, streichfähiges Fett und enthält ca. 82% Milchfett, ca. 17% Wasser und noch geringe Anteile an Eiweiss und Milchzucker. Sie erträgt für eine kurze Erhitzungsdauer (z.B. beim Dünsten und Dämpfen) Temperaturen bis zu ca. 150 °C. Bei höheren Temperaturen wird die Butter jedoch braun. Zum Braten eignen sich daher Bratbutter oder Bratcrème. Sie sind hitzestabil, bestehen wie die Butter aus natürlichen, unverfälschten Fetten und enthalten keine milchfremden Zutaten.

Sind nur pflanzliche Fette gesund?

Fette haben im Körper vielfältige Aufgaben. Sie sind nicht nur Energielieferanten, sondern sie haben auch lebenswichtige Bau- und Schutzstofffunktionen und erfüllen als Träger fettlöslicher Vitamine wichtige Aufgaben. Oft wird behauptet, dass nur pflanzliche Fette gesund seien, da sie vor allem ungesättigte Fettsäuren enthalten. Nun enthalten aber gerade Kokosfett und Palmfett, die oft in Fertigprodukten wie Backwaren und Snacks eingesetzt werden, trotz ihrer pflanzlichen Herkunft am meisten gesättigte Fettsäuren von allen Nahrungsfetten. Pflanzlich gleich gesund, da ungesättigt, ist deshalb ein Trugschluss.

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